Schlagwort: Berlin

Reiswerder – |Reinickendorf|

Reiswerder – |Reinickendorf|

Das schnuckelige, kleine Inselchen ist eine von vielen kleinen Inseln im Tegeler See. Inselchen daher, da es sich gerade einmal auf 35.000 Quadratmeter erstreckt. Wer kein Problem damit hat sofort als Insel-Fremder ge-outet zu werden, wird sich auf Reiswerder pudelwohl fühlen. Mit der Fähre geht es zum wirklich günstigen Preis von 4€ pro Person ab auf die Insel. Und schon ist man im Dschungel aus super süßen Gartenlauben. Die kleinen Häuschen sind liebevoll hergerichtet und trotz fehlendem Strom und Wasser auf der gesamten Insel definitiv bewohnbar. Auch als Fremder findet man dort eine Unterkunft zum Schnäppchenpreis.

FullSizeRender.jpg
Eine von circa 120 liebevollen Häuschen auf der Insel (Quelle: Privat)

Die „Inselbaude“ ist das Herzstück des kleinen Inselchens. Eine kleine Kneipe, der man gar nicht ansieht, was sie alles kann – Nirgendwo in ganz Berlin habe ich eine bessere Berliner Weiße bekommen.(Selbstverständlich die Grüne 😉 )
Da man sofort als Fremder erkannt wird, kommt man sehr sehr schnell mit den Häuschenbesitzern ins Gespräch und bemerkt, dass Gartenlaubenbesitzer definitiv nicht mehr Menschen Ü-60 ohne Hobbys in beiger Kleidung sind. Ganz im Gegenteil. Zu finden sind hier vor allem junge Familien, die dem hektischen Flair der Stadt entfliehen wollen. Mit Erfolg. Wo sonst soll das besser gelingen?

img-20150815-150644-jpg
„Inselbaude“ – Insel Reiswerder (Quelle: berliner-zeitung.de)

Je weiter man ins Inselinnere vordringt, desto enger und „privater“ werden die Wege. Man weiß teilweise schon gar nicht mehr, ob man die lieben Leute nicht gleich hinter der nächsten Ecke beim Käffchen trinken stört. Ein wenig unheimlich. Aber hey – wahrscheinlich würde man sofort eine volle Tasse in die Hand gedrückt bekommen.
Wer sich wirklich Zeit lässt, der ist auch schon nach 1 Stunde durch mit dem kleinen Rundgang. Eine kleine Badestelle und ein Spielplatz laden noch ein wenig zum Zeit vertreiben ein. Ein super schönes Ausflugsziel ohne großen Tourismusandrang -Perfekt zum Kopf abschalten.

Wem es der Tegeler See und seine vielen kleinen Inseln angetan hat, der ist bei diesem Beitrag gut aufgehoben.(26 min)

 

Advertisements

„Drehen wir ’ne Runde?“

Du fragst: „Drehen wir ’ne Runde?“ und wirfst einen Blick auf deinen Mustang. Ich kenne diesen Blick. „Lass uns ein wenig spielen.“ sagt dieser Blick. Es ist kurz vor elf. Ich muss grinsen, weil ich dich für diese Idee schon wieder knutschen möchte.

  • Du hast einen schnellen Wagen. Ich will weg, egal wohin. Vielleicht werden wir uns ja einig. Vielleicht kommen ja wir gemeinsam irgendwo an. Jeder Ort wäre besser. Wieder bei Null anfangen, es gibt schließlich nichts zu verlieren. Vielleicht bringen wir es zu etwas. Aber ich, ich hab mir nichts zu beweisen.

 Die Straßen sind leer. Es ist dunkel und der Fahrtwind macht mich wach. Ich bin doch noch am Leben. Berlin war noch nie so wunderschön. Vorbei an allen Problemen und Diskussionen rasen wir durch die Stadt.

  • Du hast einen schnellen Wagen. Aber ist er auch schnell genug, dass wir allem entkommen? Wir müssen uns entscheiden. Heute Abend abhauen oder wir leben und sterben hier. Ich weiß noch, wie wir gefahren sind, gefahren in deinem Wagen. So schnell, ich dachte, ich wäre betrunken.

Immer wieder schaust du mich von der Seite an. Ich bekomme es kaum mit. Bin fasziniert von all den Lichtern, die vorbei ziehen. Erhasche ich doch einen Blick, lächelst du mich an, nimmst meine Hand. Entführ‘ mich wohin du willst.

  •  Die Lichter der Stadt lagen vor uns. Dein Arm fühlte sich so angenehm an, wie er da auf meiner Schulter lag. Und ich hatte das Gefühl, dazu zu gehören. Das Gefühl, jemand zu sein.

Du hast einen schnellen Wagen und wir fahren durch die Gegend – nur so zum Spaß.

aus: Fast Car – Tracy Chapman