Think positive, baby!

Think positive, baby!

Wir alle verändern uns – mehr oder weniger freiwillig. Doch es sind nicht die äußeren Einflüsse, die uns verändern, sondern viel mehr die inneren Veränderungen, die sich im täglichen Leben äußern. In unseren Auffassungen und Empfindungen ändert sich täglich so viel, dass manch einer dabei kaum hinterher kommt und es so auf kurz oder lang zur Entgleisung kommen muss.

Natürlich verändern wir uns auch äußerlich. Doch hat das DEN Einfluss auf uns als Person? Ich wechsle meine Haarfarbe in Abhängigkeit zur Stellung des Mondes, meinen spontanen weiblichen Stimmungsschwankungen, Gefallen oder aus Lust und Laune. Macht ein lila Kopf deshalb einen anderen Menschen aus mir, als ein blonder?

Ähnlich ist das mit meinem Halbriesen Hagrid. Natürlich hat er sich in den vergangenen Monaten verändert und ich staune jedes Mal, wenn ich ihn länger nicht gesehen habe. Er ist jetzt knappe 10 Monate alt. Er wird immer runder, länger, plüschiger – wie sich das für einen heranwachsenden, halbstarken Kater eben gehört. Doch aus dem kleinen, ewig schlafenden Fellknäuel ist charakterlich viel mehr geworden. Mal ganz davon abgesehen, dass er immer noch an Decken und allem, was einer felligen Mama ähneln könnte, knuddelt und herumsaugt, wird aus ihm langsam ein Katerchen mit eigenem Willen und Meinung. Er weiß, dass ihm 5 Uhr zu früh zum Aufstehen ist, guckt mich mit einem Blick an, etwa wie „Sag mal, bist du eigentlich bescheuert?“, streckt sich und legt sich wieder auf sein Kissen. Dass es doof ist, ins Treppenhaus zu laufen und von Mama am Bein davon abgehalten zu werden, weil man sonst in den Tod stürzt, ist ihm mittlerweile auch bewusst. Zumal das Pummeluff gar nicht mehr durch die Stäbe passt. Da haben Äußerlichkeiten wohl doch ihren Einfluss.

Und jetzt, ich hätte es nie gedacht, muss ich dem Zitat Dostojewskis, meinem absoluten Lieblingsautor, widersprechen. Oh mein Gott! (Vielleicht sollte ich ja doch mal über Thomas Hardy nachdenken – Tess war schließlich klasse.)

Veränderung ist das, was die Leute am meisten fürchten. (Dostojewski)

Veränderungen machen dem einen oder anderen vielleicht anfangs Angst, ich sehe darin jedoch eher die Chance, etwas anders zu machen. Natürlich hängt es davon ab, wie persönlich mich diese Veränderung betrifft und auf welche Bereiche sie Einfluss hat. Im großen und Ganzen sind wir allerdings Pessimisten und erwarten von der Welt und dem Schicksal, wenn es denn so etwas gibt, das absolut Schlimmste. Den Super-Gau von allen zu erwartenden Möglichkeiten. Ich bin da manchmal kein Stück besser. Jeder Mensch will mir etwas, mich am besten noch auf der Straße niederstechen. Krank, aber vielleicht auch ein bisschen menschlich.

Think positive, baby! Vielleicht will er mich ja auch nur freundlich anlächeln und
alle Beteiligten haben einen schönen Tag. 🙂

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